Das müssen Sie beim Wechsel zu Ökostrom beachten

Das müssen Sie beim Wechsel zu Ökostrom beachten

Ökostrom steht hoch im Kurs. Das ist Fakt. Immer mehr Deutsche entscheiden sich für den grünen Strom aus der Steckdose. Laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hatte Strom aus regenerativen Quellen 2016 einen Anteil von über 30 % am Bruttostromverbrauch. Strom aus Windenergie ist dabei der wichtigste Träger mit fast 12 % Anteil an den erneuerbaren Energieträgern. Und der Anteil der erneuerbaren Energien steigt weiter!

Dazu hat maßgeblich das Erneuerbare-Energien-Gesetz beigetragen. In diesem legt die Bundesregierung fest, dass bis 2025 bis zu 45 % des in Deutschland verbrauchten Stroms aus regenerativen Energien stammen soll. Sie möchten auch zu Ökostrom wechseln und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten? Doch Sie wissen nicht, für welchen Anbieter Sie sich entscheiden sollen? Oder was Sie beim Wechsel genau beachten müssen? PST Energie klärt diese Fragen im folgenden Beitrag für Sie.

Was ist Ökostrom genau?

Unter dem Begriff Ökostrom wird der Strom zusammengefasst, der aus umweltfreundlichen Quellen stammt. Diese Energiequellen werden auch als regenerativ, also erneuerbar, bezeichnet. Hierunter fällt Strom aus Wasser- oder Windkraft, Solarstrom aus Fotovoltaikanlagen oder Strom aus Biomasse.

Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung-Anlagen fällt ebenfalls unter die umweltfreundlichen Energieträger, obwohl dabei fossiles Erdgas verbrannt wird. Da aber bei der Stromerzeugung gleichzeitig Wärme entsteht, gelten diese Anlagen als sehr effizient und daher klimaschonend.

Wie entscheide ich mich für den richtigen Ökostrom-Anbieter?

Generell empfehlenswerte Ökostromtarife sind solche, die den Bau neuer Ökostromanlagen über die gesetzlich vorgeschriebene Förderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes hinaus unterstützen. Der Anbieter investiert so in Ökostromkraftwerke, die nicht bereits vom Staat finanziell gefördert werden. Nur so kann Strom aus konventionellen fossilen Quellen vom Markt verdrängt werden. Außerdem sollten Sie genau darauf achten, dass Ihr Stromanbieter ausschließlich umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Es gibt einige Anbieter, die zusätzlich trotzdem noch Strom aus Atomkraft oder Kohle anbieten. Wie in den meisten Branchen gibt es auch bei Ökostrom schwarze Schafe, die es gilt zu identifizieren. Meistens können Sie das bereits an deren Internet-Auftritt feststellen. Bei anderen ergeben sich spätestens bei den Vertragsbedingungen Ungereimtheiten. Es lohnt sich jedenfalls genau hinzusehen.

Ökostrom-Zertifikate

Eine gute Orientierung bieten Ökostrom-Zertifikate. Doch Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat, weshalb man auch hier genau prüfen sollte, ob es auch wirklich das auszeichnet, was man von einem Ökostrom-Anbieter erwartet. Das "Grüner Strom Label" und das "ok power-Label" haben sich als vertrauenswürdige Quellen entpuppt, wenn es darum geht, Anbieter zu identifizieren, die den Neubau umweltschonender Anlagen fördern.

Sie werden von Naturschutz- und Verbraucherverbänden vergeben. TÜV-Zertifikate sind selbstverständlich auch vertrauenswürdig, allerdings sollte man hier genau hinsehen, was zertifiziert wird. Oftmals werden nur Nebensächlichkeiten, wie das Einhalten einer Preisgarantie damit bestätigt. Allerdings gibt es auch Anbieter, die sich mit den TÜV-Zertifikaten selbst strenge Regeln auferlegen, wie absolute Unabhängigkeit von Atom- und Kohlestrom. Unterschieden werden müssen die Zertifikate des TÜV Nord und des TÜV Süd. Auch hier werden jeweils andere Faktoren zertifiziert.

Besonders aufpassen sollten Sie bei Anbietern, die sich mit RECS-Zertifikaten auszeichnen. Diese Zertifikate aus dem Renewable Energy Certificate System kennzeichnen scheinbar Anbieter, die Strom aus umweltfreundlichen Quellen produzieren, doch diese Zertifikate sind handelbar. Das heißt, wenn ein Unternehmen für eine bestimmte Menge umweltfreundlich hergestellten Stroms ein solches Zertifikat erworben hat, konnte es dieses an andere Anbieter verkaufen. Diese mussten dann zwar auch die festgelegte Menge Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen, der restliche produzierte Strom konnte aber auch wieder aus fossilen Quellen stammen.

Mit 2016 wurde die Vergabe der RECS-Zertifikate eingestellt, da die Kritik von Umwelt- und Verbraucherschützern überwog. Ersetzt wurde das System durch das EECS-GoO-System (European Energy Certificate System with Guarantee of Origin). Es entspricht im Wesentlichen dem RECS-System, nur dass die Herkunftsnachweise für Ökostrom auf EU-Richtlinien und nationaler Gesetzgebung basieren.

Vertragsbedingungen

Nachdem Sie die Zertifikate genau unter die Lupe genommen haben, sollten Sie noch die Vertragsbedingungen Ihres Wunschanbieters überprüfen. Denn auch da können versteckte Hindernisse lauern. PST Energie fasst Ihnen hier die wichtigsten Punkte zusammen:

1. Achten Sie auf kurze Laufzeiten und Kündigungsfristen

Manche Strom-Discounter bieten nur Verträge mit langen Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten an. Oft ist dann ein Wechsel nur kurzfristig möglich, wenn die Preise plötzlich erhöht werden. Wenn Sie dann kurzfristig kündigen möchten, verfällt oft der Bonus mit dem viele Anbieter locken. Es gilt also, Tarife mit flexibler oder kurzer Laufzeit auszuwählen. Dasselbe gilt auch für die Kündigungsfrist. So laufen Sie nicht Gefahr in eine Preisfalle zu tappen.

2. Meiden Sie Tarife mit Vorauskasse und Strompaketen

Wenn Sie Ihren Strom im Voraus bezahlen, kann es passieren, dass Sie Ihr Geld nicht zurückerhalten, sollte Ihr Stromanbieter pleitegehen. Und trotzdem haben Sie bereits Geld dafür gezahlt. Bei Strompaketen ist ebenfalls Vorsicht geboten: Hier zahlen Sie meist nur für die vereinbarte Strommenge einen günstigen Preis. Alles was Sie darüber hinaus verbrauchen, wird dann richtig teuer. Umgekehrt bekommen Sie aber für den Strom, den Sie weniger verbraucht haben, keine Rückzahlung.

3. Prüfen Sie Preisgarantien und Bonuszahlungen

Sollten Sie sich für einen Ökostrom-Anbieter entschieden haben, der eine Preisgarantie verspricht, so achten Sie darauf, dass dieser möglichst viele Bestandteile des Preises abdeckt. Uneingeschränkte Preisgarantien gibt es selten, da Sie auf Preisbestandteile wie Steuern keinen Einfluss haben und der Strompreis dann trotzdem steigt. Eine Bonuszahlung wird meistens nur im ersten Jahr gewährt und kann bei einer Sonderkündigung auch entfallen. Sie sollten sich also auch nicht von hohen Bonusangeboten blenden lassen.

Wie läuft der tatsächliche Wechsel zu Ökostrom ab?

Schritt 1: Der Wechsel zu Ökostrom ist denkbar einfach. Auf vielen Vergleichsseiten können Sie ganz einfach und schnell den passenden Stromanbieter mit dem richtigen Preismodell ermitteln. Hierbei sollten Sie natürlich gezielt Vergleichsrechner für Ökostrom nutzen.Wenn Ihr gewünschter Anbieter dann auch noch alle oben genannten Punkte erfüllt, steht dem Wechsel nicht mehr viel im Wege.

Schritt 2: Bezüglich einer Kündigung bei Ihrem alten Stromanbieter müssen Sie sich keine Gedanken machen. Das übernimmt Ihr neuer Ökostrom-Anbieter für Sie. Dieser meldet Sie auch gleich beim örtlichen Stromnetzbetreiber an, wodurch gewährleistet ist, dass Sie jederzeit während des fließenden Übergangs zu Ihrem neuen Anbieter mit Strom versorgt sind. Auch bei Versorgungsengpässen müssen Sie keine Sorge haben, dass Sie ohne Strom da stehen. Hier greift dann der örtliche Grundversorger ein und versorgt Sie mit dem notwendigen Strom. Das ist im Energiewirtschaftsgesetz verankert.

Schritt 3: Der einzige Aufwand, den Sie beim Wechsel zu Ökostrom betreiben müssen, ist Ihrem neuen Anbieter Angaben, wie Kundenummer vom alten Anbieter und Zählernummer, mitzuteilen. Diese Angaben finden Sie auf Ihren Stromrechnungen. Bei vielen Anbietern können Sie ganz bequem online den Wechsel zu Ökostrom beantragen. Füllen Sie Schritt für Schritt die Felder im Eingabeformular aus. Achten Sie aber in jedem Fall vorher darauf, dass Ihre Daten über eine gesicherte Verbindung übertragen werden.

Schritt 4: Anschließend erhalten Sie nach kurzer Zeit eine Auftragsbestätigung und der Wechsel ist somit für Sie erledigt. Da ein Stromanbieterwechsel allerdings gesetzlichen Fristen unterliegt, kann es noch mehrere Wochen dauern bis Sie den tatsächlichen Ökostrom beziehen. Sie werden über diesen finalen Termin aber auch von Ihrem Ökostrom-Anbieter informiert.

Der Wechsel zu Ökostrom beinhaltet keine weiteren Kosten wie Wechselgebühren für Sie, sondern Sie zahlen ganz normal im Anschluss Ihre Abschläge an den neuen Stromanbieter. Auch Ihre Jahresrechnung erhalten Sie ab dem Wechsel von Ihrem Ökostrom-Anbieter. Der Stromzähler muss ebenfalls nicht ausgetauscht werden. Es reicht, Ihrem neuen Anbieter Ihre Stromzählernummer zu übermitteln.

Der örtliche Stromnetzbetreiber ändert sich ebenfalls nicht, sondern ist auch nach dem Wechsel zu Ökostrom für die Instandhaltung der Leitungen zuständig. Ihr Stromanbieter zahlt dafür eine Gebühr an den Netzbetreiber. Auch ist der Netzbetreiber nach dem Wechsel zu Ökostrom immer noch dafür verantwortlich, Ihren Zählerstand abzulesen und an Ihren Stromanbieter zu übermitteln.

Sie sehen also, dass der Wechsel zu Ökostrom sehr einfach ist und sich für Sie nicht viel ändert, außer, dass Sie mit dem bezogenen Ökostrom einen deutlichen Beitrag zur Verringerung Ihres ökologischen Fußabdrucks leisten. Damit schützen Sie das Klima und die Umwelt. PST Energie vertreibt selbst Naturstrom aus umweltfreundlichen Quellen. Unser freundlicher Kundenservice berät Sie gerne umfassend zum Thema und beantwortet Ihnen alle Fragen rund um den Wechsel zu Ökostrom.