Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz

Es ist seit Jahren Bestandteil einer jeden Stromrechnung. Jeder zahlt dafür mit. Doch was bedeutet das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG genannt, genau für uns? Gas oder Kohle als Energieressourcen sind nicht gut für die Umwelt und vor allem begrenzt. Also bleibt uns fast nichts anderes übrig, als uns mit Strom aus erneuerbaren Energien auseinander zu setzen. Das hat der Gesetzgeber bereits 1991 getan, als er das Stromeinspeisungsgesetz (ab 2000 dann EEG)einführte. Dies verpflichtet Netzbetreiber, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig in das Stromnetz einzuspeisen.

Damit genug Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, wird allen Betreibern von solchen umweltfreundlichen Anlagen eine Vergütung zugesagt. Denn es ist natürlich ein finanzieller Aufwand auf erneuerbare Energien umzurüsten und diesem soll damit entgegengewirkt werden.

Die Grundsätze des Gesetzes im Überblick:

  • Strom aus erneuerbaren Energien soll langfristig in das Elektrizitätsversorgungssystem integriert werden.
  • Besitzer von Anlagen, die Energie aus nachwachsenden Rohstoffen umwandeln, erhalten eine Einspeisevergütung.
  • Außerdem soll er sich langfristig selbst vermarkten können, d.h. ohne staatliche Förderung auskommen.

Vom Stromeinspeisungsgesetz zum EEG

Der Vorläufer des Erneuerbare-Energien-Gesetz ist das Stromeinspeisungsgesetz aus dem Jahr 1991. Mit diesem Gesetz wurden die Netzbetreiber zur Abnahme des umweltfreundlichen Stroms verpflichtet und den Erzeugern wurden Mindestvergütungen zugesichert.

2000 wurde dann das EEG eingeführt und in unterschiedlichen Abständen mehrmals angepasst und ergänzt. Insgesamt hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien seit Einführung des Gesetzes von knapp 6 % auf mehr als 31 % im Jahre 2016 erhöht. Das Ziel ist, bis 2050 den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien auf 80 % zu steigern.

Wer finanziert das Erneuerbare-Energien-Gesetz?

Strom braucht jeder und jeder zahlt dafür. Seit der Einführung des EEG zahlen wir allerdings mehr. Der Gesetzgeber hat einen fixen Mehrbetrag auf jede Kilowattstunde (kW/h) festgelegt. Dieser fixe Betrag liegt momentan bei 6,792 ct/KwH, die wir mehr zahlen.

Diese Mehrbeträge werden anschließend in einem Topf zusammengelegt, wodurch dann der Einspeisevorrang finanziert wird. Außerdem wird so sichergestellt, dass der Strom aus erneuerbaren Energien zu einem festen Preis ins Netz kommt. Dadurch kann auch die genannte Vergütung an die Anlagenbetreiber zuverlässig gezahlt werden – auch wenn der Strompreis mal unter dem zugesicherten Vergütungsbetrag liegen sollte. Hier greift dann die EEG-Umlage.

Was ist die EEG-Umlage?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt, das Übertragungsnetzbetreiber Strom aus erneuerbaren Energien bevorzugt einkaufen müssen. Die Einkaufspreise sind hierbei ebenfalls durch das Gesetz geregelt. Der geförderte Strom wird anschließend von den Netzbetreibern an der Strombörse verkauft. Für die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben dieses Handels kommt die EEG-Umlage auf. Der Endverbraucher zahlt diese Umlage als Teil des Strompreises und gleicht somit die Lücke aus, die sich bei den Netzbetreibern sonst bilden würde. Die Höhe der Umlage wird jedes Jahr neu für das Folgejahr ermittelt und zum 15. Oktober veröffentlicht.

Nach einem Anstieg um 47 Prozent im Jahre 2013 bewegten sich die Schwankungen anschließend im gemäßigteren Rahmen von einem Prozent. Für die kommenden Jahre ist wieder mit einem leichten Anstieg zu rechnen. Die aktuellen Prognosen können auf der Internetplattform der deutschen Übertragungsnetzbetreiber eingesehen werden.

Was bedeutet das für Ihren Strompreis?

Für Haushaltskunden setzt sich der Preis auf folgende Weise zusammen:

  • Preis für die Beschaffung des Stroms
  • Entgelte für die Netznutzung
  • Staatliche veranlasste Preisbestandteile (z. B. Steuern und EEG-Umlage)

Der Preis für die Beschaffung ist wettbewerbsabhängig und kann daher unterschiedlich hoch sein. Hier kann der Endkunde deutlich sparen, indem er Preise vergleicht. Die anderen Bestandteile sind nicht beeinflussbar, da sie durch Gesetze staatliche Regelungen festgelegt werden. Diese gesetzlichen Bestandteile machen ca. die Hälfte des Strompreises aus. Das bedeutet z. B. konkret, dass Haushaltskunden mit einem Stromverbrauch von 2500 bis 5000 kWh im Jahre 2016 durchschnittlich 29,80 ct/kWh gezahlt haben. Davon entfielen alleine 7,35 ct/kWh auf die Strombeschaffung und den Vertrieb sowie 6,71 ct/kWh auf die Netzentgelte.

Fazit

Es lohnt sich, sich mit dem Thema erneuerbare Energien auseinander zu setzen und somit das beste für sich und seine Energieversorgung im eigenen Zuhause herauszuholen. Sie unterstützen mit erneuerbaren Energien eine sinnvolle Maßnahme gegen den Klimawandel und für die Unabhängigkeit von endlichem Strom aus dem Ausland.

Durch das EEG und die EEG-Umlage kann sich grüner Strom langsam aber sicher selbst am Markt behaupten. Auch wenn das Gesetz umstritten ist, lässt es sich nicht verleugnen, dass wir damit bereits einen großen Schritt in eine umweltfreundlichere Welt gemacht haben. PST Energie fördert ebenso die Umstellung auf erneuerbare Energien und berät Sie gerne zu allen Themen rund um Natur- bzw. Ökostrom.