So können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern

So können Sie Ihren ökologischen Fußabdruck verkleinern

Haben Sie schon mal etwas vom „Earth Overshoot Day“ gehört? Dieser bezeichnet den Tag im Jahr, an dem nach Berechnungen der amerikanischen Organisation „Global Footprint Network“ der weltweite Ressourcenverbrauch nicht mehr länger von der Erde kompensiert werden kann. Alles, was wir danach konsumieren geht zu Lasten nachfolgender Generationen. 2017 war dieser Tag am 2. August. Tendenziell rutscht er immer weiter nach vorne im Kalender. Höchste Zeit also etwas dagegen zu unternehmen!

Eng mit dem „Erdüberlastungstag“ zusammen, hängt der ökologische Fußabdruck eines jeden einzelnen. Dieser sagt aus, welchen alltäglichen Ressourcenbedarf jeder von uns hat. Angegeben wird er in Hektar und anschließend auf alle Menschen dieser Erde hochgerechnet. Es werden Sachen wie Essgewohnheiten, Wasserverbrauch und anderer alltäglicher Konsum einbezogen. Laut einer Auswertung des Global Footprint Networks hatte Australien 2016 den höchsten Wert. Wenn alle nach dem Lebensstandard der Australier leben würden, bräuchten wir 5,4 Erden. Deutschland ist hier auf Platz 6. Wenn alle wie wir leben würden, wären aber immer noch 3,1 Erden notwendig. Der gerechte ökologische Fußabdruck eines jeden einzelnen liegt hier bei ca. 1,7 Hektar.

Wir brauchen aber mehr als das Doppelte im Durchschnitt, nämlich fast 5 Hektar. Und wie groß ist Ihr persönlicher ökologischer Fußabdruck? Das können Sie online berechnen lassen auf der Webseite des BUNDjugend Vereins. Ihr Fußabdruck ist auch sehr groß und Sie möchten ihn verkleinern? Dann haben wir hier 5 wichtige Tipps für Sie zusammengestellt.

1. Verbesserungsvorschläge fürs Zuhause

Ein erster Schritt, der eigentlich schon fast überall vollzogen sein sollte: Tauschen Sie Ihre alten Glühbirnen aus! Energiesparlampen heißen nicht umsonst so. Sie sparen mehr als ⅔ der Energie, die Glühbirnen verbrauchen würden. Doch Vorsicht: Fast alle enthalten das hochgiftige Quecksilber. Hier sollte auf Lampen geachtet werden, die wenig davon enthalten.

Nicht nur beim Heizen im Winter wichtig: Dämmen Sie Ihr Zuhause! Die Wände sollten gut isoliert sein, damit möglichst wenig warme oder kalte Luft entweichen kann. Eine doppelte oder dreifache Verglasung bei Fenstern ist zwar kostspielig, lohnt sich aber langfristig, da auch so erheblich an Energie gespart werden kann.

Jeder hat sie im Haus: Die praktischen Stand-By Elektrogeräte. Ein schneller Klick und schon ist der Laptop wieder an. Doch wenn Sie ein elektrisches Gerät längere Zeit nicht nutzen, sollten Sie es immer komplett ausschalten. Hier können Ihnen Mehrfachsteckdosen helfen, die man an- und ausschalten kann. So sind mit einem Handgriff alle Stromfresser vom Netz getrennt.

Achten Sie auch beim Kauf neuer Geräte auf deren Energieeffizienz. So können Sie ebenfalls Ihren ökologischen Fußabdruck wieder ein Stück verkleinern. Vielleicht kommt für Sie auch eine komplette Umstellung auf alternative Energiequellen wie Solar oder Wasser in Frage. PST Energie berät Sie gerne zum Thema Ökostrom und leitet für Sie alle notwendigen Schritte zur Umstellung ein.

2. Umstellung der Essgewohnheiten

Du bist, was du isst! Auch diesen Spruch hat jeder von uns schon mal gehört. Sie können allerdings auch mit einer Umstellung Ihrer Essgewohnheiten zur Verkleinerung Ihres ökologischen Fußabdrucks beitragen. Kaufen Sie beispielsweise lieber Produkte aus Ihrem regionalen Umfeld. Diese müssen nicht erst hunderte von Kilometern mit dem LKW oder sogar dem Flugzeug zu Ihnen transportiert werden. Somit tragen Sie nicht zu einem Anstieg der CO2-Emissionen bei.

Auf dem Wochenmarkt erhält man auch Produkte, die nicht doppelt und dreifach verpackt sind. Auch das hilft, Abfall und damit Energie für die Verwertung zu sparen. Hinterfragen Sie, ob eine Verpackung wirklich notwendig ist. Äpfel haben beispielsweise ihre eigene Verpackung bereits um sich. Nehmen Sie eine wiederverwendbare Einkaufstasche. Die gibt es mittlerweile auch schon in schicken Designs und mit lustigen Sprüchen.

Essen Sie viel Fleisch? Wenn Sie Ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren wollen, sollten Sie Ihren Fleischkonsum einschränken. Vor allem die Produktion von Rindfleisch verursacht bis zu 18 % der globalen Treibhausgasemissionen, da bei der Aufzucht viel Methan entsteht. Natürlich sollen Sie weiterhin auch Rindfleisch essen, aber achten Sie darauf, dass es aus regionaler Freilandhaltung stammt. Das ist natürlich teurer, aber die Umwelt wird es Ihnen danken.

3. Ökologisch nachhaltig reisen

Es muss nicht immer die große Reise sein bei der man Energie sparen kann. Fangen Sie bereits bei dem alltäglichen Weg zur Arbeit an. Im besten Fall fahren Sie natürlich mit dem Fahrrad oder gehen zu Fuß. Das ist bei manchen Entfernungen nicht möglich, aber hinterfragen Sie immer, ob Sie tatsächlich das Auto benötigen oder nicht doch auf öffentliche Verkehrsmittel ausweichen können. Und muss es unbedingt das Auto sein, so können Sie sich vielleicht mit Kollegen zu einer Fahrgemeinschaft zusammenfinden.

Auch Ihre Fahrweise kann Ihren ökologischen Fußabdruck beeinflussen. Langsam und sanft beschleunigen und eine konstante Fahrgeschwindigkeit beizubehalten, lernt man bereits in der Fahrschule. Wenn Sie dies im Alltag anwenden, können Sie bis zu eine Tonne CO2 pro Jahr einsparen. Außerdem sollten Sie Ihr Fahrzeug regelmäßig warten und abgenutzte Treibstoff-, Luft oder Ölfilter rechtzeitig austauschen lassen. Das freut Ihr Auto und die Erde!

Bei größeren Reisen sollten Sie abwägen, ob das Flugzeug wirklich das Fortbewegungsmittel der ersten Wahl ist. Mittlerweile ist das Reisen im Zug oder Bus sehr angenehm und teilweise deutlich günstiger. Es dauert zwar auch länger, dafür bekommt man mehr von der schönen Landschaft zu sehen. Muss es doch das Flugzeug sein, so achten Sie auf einen Direktflug. Auch das kann Ihren ökologischen Fußabdruck zumindest etwas verringern.

4. Recyclen für einen kleineren ökologischen Fußabdruck

Überlegen Sie vor jedem Kauf, ob Sie das gewünschte Objekt wirklich benötigen. Das sollte auch bereits bei kleinen Dingen, wie Drogerieartikel oder Kleidung beginnen. Oftmals hat man noch genug davon Zuhause. Produkte aus dem näheren Umfeld sind hier natürlich ebenfalls schonender für die Erde als weitgereiste. Vielleicht gibt es auch einen Second-Hand-Shop in Ihrer Nähe. Dort gibt es Kleidung und andere Sachen meist nochmal günstiger. Das freut den Geldbeutel und reduziert ebenfalls Ihren ökologischen Fußabdruck.

Ein Möbelstück ist kaputt? Bevor Sie ein neues kaufen, überlegen Sie, ob Sie es nicht vielleicht mit wenigen Handgriffen reparieren können. Und muss es doch entsorgt werden, so achten Sie auf die richtige Recyclingmethode. Generell ist es wichtig, Ihren Müll zu trennen, damit alte Verpackungen und Zeitungen wiederrecycelt werden können. Sie haben einen Garten? Wie wäre es mit der Anlage eines Komposthaufens? So können Sie Ihre Lebensmittelabfälle umweltfreundlich selbst entsorgen und gewinnen sogar noch nährstoffreiche Erde für Ihre Pflanzen.

5. Beachtung des Wasserverbrauchs

Für viele gibt es nichts schöneres als die tägliche Dusche. Aber auch das trägt zu einem größeren ökologischen Fußabdruck bei. Kürzere und nicht zu warme Duschen sparen Energie und Geld. Mit speziellen wassersparenden Duschköpfen können Sie fast 57 Liter pro 10-minütiger Dusche einsparen. Auch bei der Hausarbeit können Sie Wasser sparen.

Schalten Sie die Waschmaschine oder den Geschirrspüler nur ein, wenn diese voll sind und verwenden Sie das richtige Programm. Es muss nicht immer Kochwäsche sein, um alles sauber zu bekommen. Die fertige Wäsche hängen Sie anschließend draußen auf. Dort trocknet Sie genauso gut wie im Trockner und es muss dafür keine zusätzliche Energie verschwendet werden. Sie sollten außerdem neben den Haushaltsgeräten regelmäßig alle Leitungen auf Lecks und undichte Stellen überprüfen. Schon ein undichter Wasserhahn kann auf Dauer viele Liter Wasser ungenutzt verschwinden lassen.

Fazit

Es gibt viele alltägliche Möglichkeiten, Ihren ökologischen Fußabdruck deutlich zu verringern. Das geht natürlich nicht von einem Moment auf den anderen, aber mit Beharrlichkeit und Geduld können Sie einen großen Teil dazu beitragen, Ihre persönliche Ressource zu verkleinern.

Halten Sie auch Ihre Familie und Ihre Freunde dazu an, mehr auf Ihren ökologischen Fußabdruck zu achten. Gemeinsam können wir erreichen, dass wir vielleicht schon bald nicht mehr drei Erden für unsere Ressourcen benötigen. Auch PST will etwas zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks beitragen und unterstützt beispielsweise das Wiederaufforstungsprojekt Plant for the planet.