Richtig heizen im Winter – Die 6 besten Tipps

Richtig heizen im Winter – Die 6 besten Tipps

Was gibt es schöneres, als von der Kälte draußen in die behagliche Wärme der eigenen vier Wände zu kommen? Wussten Sie aber, dass man viele Fehler machen kann beim Heizen? Das kostet nicht nur unnötig Energie, sondern auch bares Geld. Wir haben ein paar Tipps für richtiges heizen zusammengetragen. Laut dem Heizspiegel von 2016 des Deutschen Mieterbunds sind zwar die Heizkosten generell fast ein Fünftel günstiger geworden, das liegt aber mitunter auch daran, dass das Jahr 2016 vergleichsweise warm war. Bei den heutigen Klimaschwankungen kann sich das schnell wieder ändern. Durch das Heizen werden bei einer 70 m2 großen Wohnung fast 1,8 Tonnen CO2 pro Jahr ausgestoßen. Dies trägt natürlich nicht zum Klimaschutz bei. Wie Sie sich nun selbst vor einer Kostenexplosion und die Umwelt vor Schädigung durch CO2 schützen können, erfahren Sie in unseren sechs Heiztipps.

1. Richtig heizen heißt: Die richtige Temperatur wählen

Auch wenn Sie eine Frostbeule sind: Richtig heizen heißt nicht, dass Sie Ihre Wohnung überheizen sollen! Was heißt das? 20 Grad sind für die meisten Räume vollkommen ausreichend. In manchen Räumen sollten Sie allerdings sogar noch weniger einheizen. Im Schlafzimmer halten Sie sich beispielsweise nur zum Schlafen unter einer Decke auf. In der Küche heizt der Herd zum Teil mit. Im Detail sollte es von den Temperaturen also so aussehen:

  • Wohnräume: 20 – 22 Grad
  • Schlafzimmer: 16 – 18 Grad
  • Küche: 18 – 20 Grad
  • Badezimmer: bis max. 23 Grad

Und sollte es Ihnen trotzdem zu kalt sein, können Sie sich immer noch wärmer anziehen. Schon mit einem dicken Pullover können Sie die Temperaturen teilweise sogar noch weiter herunterregulieren. Wenn Sie morgens das Haus verlassen oder in den Urlaub fahren, sollten Sie die Heizung außerdem nie ausstellen. Das kann zu Schimmelbildung führen. Viele glauben, dass man damit Heizkosten einsparen kann, aber durch die Schimmelbildung entstehen viel mehr Kosten. Zudem benötigt eine ausgekühlte Wohnung sehr lange, bis Möbel, Böden, etc. wieder die Normaltemparatur erreicht haben.

2. Abdichten von Türen und Fenstern

Dieser Heiztipp ist so simpel, aber dennoch kommen viele nicht darauf: Richtig heizen heißt also auch, dass Fenster und Türen Dichten ordentlich abgedichtet werden, damit keine Wärme entweichen und keine Kälte eindringen kann. Schon mit einfachen Dichtungsprofilen oder Fensterfolien können Sie einiges bewirken. Auch günstige Dämmfolien mit Aluminiumbeschichtung können einiges bewirken, wenn Sie diese hinter der Heizung an der Wand befestigen. Und auch die Heizungsrohre selbst sollten mit Isolierschläuchen ummantelt werden.

Diese gibt es sehr günstig im Baumarkt zu kaufen. Achten Sie zudem darauf, Türen zu kälteren Räumen (z. B. Schlafzimmer, Küche) immer geschlossen zu halten. Dadurch werden diese Räume nicht unnötig mitgeheizt und Luftfeuchtigkeit aus häufiger genutzten Räumen dringt nicht in die kühleren Zimmer vor. Das kann Schimmelbildung vorbeugen. Bevor Sie schlafen gehen, sollten Sie außerdem die Vorhänge oder Jalousien vor den Fenstern schließen. Auch das dämmt und verhindert, dass warme Luft über die Fensterscheibe verloren geht. Wenn Sie ordentlich dämmen, können Sie auf das Jahr gerechnet auch wieder Heizkosten sparen.

3. Thermostatventile und Heizanlage regelmäßig prüfen

Richtig heizen geht nur mit einer gut funktionierende Heizung. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Heizungsanlage und die Thermostatventile regelmäßig auf Schäden oder Störungen überprüfen. Um manche Dinge können Sie sich selbst kümmern, wie z. B. das regelmäßige Entlüften vor allem vor der Heizperiode. So kann überschüssige Luft entweichen und die Heizung heizt wieder mit voller Kraft.

Sollte es allerdings mit Entlüften nicht getan sein, ist es Sache eines Profis. Dafür sollten Sie sich als Mieter zunächst an den Vermieter wenden. Eigenheimbesitzer können natürlich sofort einen Spezialisten beauftragen.

4. Richtig lüften ist effektiv

Richtig heizen im Winter bedeutet auch regelmäßig lüften. Aber lüften Sie effektiv! Das heißt keine Dauerlüftung bei gekippten Fenstern. Es entweicht zu viel Wärme bei einem zu geringen Luftaustausch. Besser ist es, morgens, mittags und abends die Fenster in der Wohnung für fünf bis zehn Minuten aufzureißen. Die feuchte, warme Luft wird dadurch effektiv gegen kalte, aber trockene ausgetauscht. Der Vorteil ist, dass die Wände nicht auskühlen und sich der Raum anschließend wieder schnell auf die Ausgangstemperatur aufheizt. Durch richtiges lüften kann man also auch indirekt Heizkosten sparen!

5. Die richtige Möbelanordnung

Der Heiztipp, dass man seine Kleidung nicht zum Trocknen auf die Heizung legen sollte, ist mittlerweile wohlbekannt. Allerdings sollte man sich im Wohnraum generell umschauen, ob auch nichts den Wärmefluss behindert. Auch leichte Gardinen können schon dafür sorgen, dass nicht die volle Heizleistung erreicht wird.

Einen Schrank platziert wahrscheinlich niemand vor der Heizung, aber auch ein halbhohes Sofa kann einen Wärmestau verursachen. Hinter dem Sofa ist es dann schön warm, aber der Rest des Raumes bleibt kühl. Ungünstig platzierte Möbel können so für einen Wärmeverlust von bis zu 15 % verantwortlich sein. Dieser Heiztipp kann Ihnen also ebenfalls viel Geld sparen.

6. Keinen Strom verheizen

Es ist verlockend, mit einem elektrischen Heizkörper oder -lüfter nachzuhelfen, aber wenn Sie richtig heizen wollen, dann lassen Sie besser die Finger davon. Diese sind meistens sehr ineffektiv, dafür aber umso teurer. Auch verschwenderische Nachtstromspeicherheizungen sollten eigentlich in Wohnhäusern nichts mehr zu suchen haben. Sollte das doch noch der Fall bei Ihnen sein, so regen Sie beim Vermieter eine Modernisierung an.

Sie könnten ihm beispielsweise eine Fernwärme- oder Erdgasheizung vorschlagen. Ein kurzfristig kostspieliger Heiztipp, der sich aber langfristig lohnen wird. Erdgas hat zahlreiche Vorteile und ist auf lange Sicht günstiger und nachhaltiger als herkömmliches Heizöl.

Also worauf warten Sie? Beachten Sie diese Tipps und Sie können gleichzeitig Ihren ökologischen Fußabdruck etwas senken.