Gas oder Öl – Was ist besser?

Gas oder Öl – Was ist besser?

Nutzen Sie bei sich daheim Erdgas oder Erdöl zum Heizen? Oder überlegen Sie gerade mit was Sie besser heizen sollten? Ist Gas oder Öl der bessere Energieträger? Erdgas ist vorrangig bei der Energiegewinnung auf dem Vormarsch. Im Jahr 2016 wurden nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. 16,5 TWh mehr in Gaskraftwerken produziert als beispielsweise in Braun- und Steinkohle betriebenen Anlagen. Gas hat somit einen Anteil von 12 Prozent am Stromerzeugungsmix.

Das liegt mitunter auch daran, dass Erdgas so vielseitig ist. Nicht nur zur Stromgewinnung, sondern auch zum Heizen bzw. als Kraftstoff für das Auto ist diese Energiequelle geeignet. Sie heizen noch mit Erdöl? Wieso sich eine Umstellung auf Erdgas lohnen könnte und warum es besser als Erdöl ist, erklären wir Ihnen im folgenden Artikel.

Höhere Wirtschaftlichkeit

Heizöl war im Vergleich zu Erdgas schon immer stärkeren Preisschwankungen unterworfen. Tendenziell wird das auch zukünftig so sein und es wird erwartet, dass Heizöl immer teurer wird. Beachten muss man hierbei auch, dass die Anschaffungskosten für eine Erdgasheizanlage 1000 bis 1500 Euro preiswerter ist als eine Ölheizanlage. Die Brennwertnutzung ist ebenfalls bei einer Erdgasheizung effizienter als beim Heizen mit Öl. Das liegt daran, dass Gasheizungen modulierend arbeiten.

Sie passen sich also dem bestehenden Wärmebedarf an, ohne an Effizienz durch z. B. An- und Ausschalten zu verlieren. Somit ist Gas durch die geringeren Anschaffungskosten und die höhere Effizienz die bessere Alternative. Aufgrund der Wirtschaftlichkeit ist die Frage, ob Gas oder Öl, leicht beantwortet.

Geringer Platzbedarf von Heizgasanlagen

Heizöl braucht einen Tank, wo es gespeichert werden kann. Diese Öltanks fassen bis zu mehrere Tausend Liter und sind dementsprechend groß. Somit braucht es einen eigenen Raum, wo dieser gut untergebracht werden kann. Eine Gasheizanlage ist deutlich platzsparender, da das Gas nicht im Haus gelagert werden muss. Es wird durch die örtliche Gasleitung direkt in das Eigenheim transportiert. Meistens sind diese Geräte so handlich, dass sie leicht an der Wand in Bad, Flur oder Küche befestigt werden können.

Das hängt allerdings auch von der benötigten Leistung in Ihrem Haus ab. Wandhängende Geräte haben nur eine Leistung von bis zu 35 Kilowatt und sind somit eher für Einfamilienhäuser und Etagenheizungen geeignet. Für ein Mehrfamilienhaus sollten Sie doch ein bodenstehendes Gerät bevorzugen, da dieses die entsprechende Leistung erbringen kann. Außerdem sollten Sie sich Gedanken über Ihre Warmwasserbereitung machen. Ein externer Warmwasserspeicher nimmt zwar wieder mehr Platz in Anspruch, ist aber bei einem hohen Wasserverbrauch die bessere Anschaffung. Ein in die Heizanlage integrierter Speicher bietet sich bei geringerem Wasserverbrauch an und ist platzsparend.

Erdgas ist umweltfreundlicher

Beim Thema Umweltfreundlichkeit sollten Sie genauer abwägen, ob eher Gas oder Öl für Sie in Frage kommt. Es ist Fakt, dass Erdgas die umweltverträglichere Variante zur Energiegewinnung ist. Es verbrennt sauberer als Heizöl, da es weniger CO2 und Stickoxide verursacht sowie nahezu keinen Feinstaub bildet. Durch die hohe Effizienz einer Gasheizanlage geht auch keine Energie unnötig verloren.

Da das Gas über die Gasleitung direkt in das Eigenheim eingespeist werden kann, sind auch keine umweltschädlichen Transporte mit Tanklastwagen notwendig wie z. B. bei Heizöl. Die Energiequelle muss zudem vor der Auslieferung nicht umgewandelt werden, wenn es als Primärenergie eingesetzt wird. Somit ist auch die Gewinnung und Verarbeitung umweltfreundlicher als bei anderen fossilen Brennstoffen. Erdgas spielt auch bei der Energiewende eine wichtige Rolle: Überschüssiger Strom aus erneuerbaren Energien soll zukünftig in Methan umgewandelt und so als Erdgasersatz gespeichert werden können. Diese Methode wird als „Power-to-Gas“ bezeichnet und wird derzeit intensiv erforscht.

Sichere und schnellere Lieferung

Wie bereits erwähnt, ist der Transport von Erdgas denkbar einfach und schnell. Alles was Sie dafür benötigen ist ein Anschluss für Ihr Zuhause, welcher das örtliche Erdgasnetz mit Ihrer Anlage verbindet. Wichtig ist, dass Sie für die Installation dieses Anschlusses einen fachkundigen Installateur beauftragen. So kann nichts schiefgehen und Sie beziehen schon bald das Gas aus der Gasleitung. Damit sind dann auch die Zeiten vorbei, wo Sie immer rechtzeitig Ihr Heizöl bestellen müssen. Gas ist sofort verfügbar und durch Speicherstationen können jahreszeitliche Verbraucherschwankungen jederzeit ausgeglichen werden.

So können Sie immer sicher sein, dass Ihnen Energie aus Erdgas dauerhaft zur Verfügung steht. Dadurch das für den Transport der Energiequelle keine LKW oder andere Transportmittel hinzugezogen werden müssen, wird nicht nur die Umweltbilanz von Erdgas weiter gestärkt. Auch die Verkehrssicherheit ist wieder ein Stück weit mehr gegeben. Prinzipiell ist Erdgas ungefährlich. Es ist weder giftig, noch so explosionsgefährlich wie es oft propagiert wird. Es explodiert erst bei einem ganz bestimmten Mischungsverhältnis mit Sauerstoff. Die Rohre und auch Ihr Anschluss sollten regelmäßig gewartet werden. Dann kann das Gas gar nicht in die Umgebung abweichen. So können Sie rasch handeln und einen Fachmann zurate ziehen. In Bezug auf die Sicherheit ist es also egal, ob Sie mit Gas oder Öl heizen.

Fazit

Bei der Frage, ob Erdgas oder Erdöl sollten Sie somit genau abwägen. Erdgas ist grundsätzlich die bessere Alternative zur Energiegewinnung in Ihrem Haushalt als Erdöl. Das Gas ist schneller verfügbar, sicherer und wirtschaftlicher in der Verwendung und – vor allem – umweltfreundlicher als Heizöl. Wir von PST sind überzeugt von alternativen Energiequellen, um unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und somit den nachfolgenden Generationen eine saubere und intakte Umwelt zu gewährleisten. Möchten Sie auch dazu beitragen? Wir beraten Sie gerne.