Die 6 wichtigsten Fakten zu Erdgas

Die 6 wichtigsten Fakten zu Erdgas

Der Klimawandel ist allgegenwärtig. Er wird diskutiert, abgelehnt und vor allem gefürchtet. Laut der McDonald´s Ausbildungsstudie 2017 von 2017 haben 43 % der jungen Deutschen Angst vor dem Klimawandel. Es hat sich seit der Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bereits einiges getan, um Strom aus umweltfreundlichen Ressourcen, wie Wind oder Wasser, zu fördern. Doch eine andere Alternative zur ökologischen Energiegewinnung geht oftmals unter: Erdgas. Aber was ist das überhaupt? Und wofür kann man es verwenden? Das haben wir für Sie in folgenden Fakten kurz und knapp zusammengefasst.

1. Woher kommt es?

Erdgas ist ein natürliches und fossiles Gas, welches unter der Erde entsteht. Zum Großteil besteht es aus Methan, also eine Verbindung aus Kohlenstoff und Wasserstoff. Vor Millionen von Jahren bildete sich dieses Gas durch abgelagerte Kleinorganismen auf dem Ozeangrund. Darauf lagerten sich Gesteins- und Erdschichten ab. Durch Luftabschluss und Druckeinwirkungen wandelten sich in einem langwierigen chemischen Prozess die organischen Substanzen in gasförmige Kohlenwasserstoffe um. Das ist das Erdgas, welches wir heute nutzen.

2. Wo lagert man es?

Das Gas kann folglich nur dort entstehen, wo es genug von diesen Kleinorganismen, wie z. B. Algen und Plankton gibt. Aus diesem Grund sind Lagerstätten hauptsächlich am Meer gelegen. Deshalb ist auch keine Abhängigkeit von einzelnen Ländern zu erwarten. Hauptbezugsquellen für Deutschland sind laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. die Niederlande, Norwegen und Deutschland selbst. Auch PST purenergy hat konzerneigene Energiequellen in Norwegen.

3. Wie wird Erdgas gewonnen?

Zu Beginn der Erdgasgewinnung stehen umfangreiche geologische Erkundungsarbeiten, um aus-sichtsreiche Gebiete zu ermitteln und dieses für die Erschließung vorzubereiten. Da das Gas in ganz kleinen Poren in Gesteinen eingeschlossen ist, muss es mithilfe von Bohrungen daraus befreit werden. Diese Bohrungen werden Betriebsbohrungen oder Förderbohrungen genannt. Sie finden nicht nur an einer Stelle statt, sondern auf dem ganzen Gelände, damit der Schichtendruck gleichmäßig sinkt.

Ein Bohrloch kann dabei bis zu 12 km tief wer-den. Das ist wichtig, da der Energieträger in verschiedenen Tiefen vorkommen kann – von wenigen tausend Metern bis zu mehreren Kilometern. Nachdem die Bohrung vorgenommen wurde strömt das Gas mittels natürlicher Energie an die Oberfläche. Das bedeutet, dass es sich an der Zone mit dem niedrigsten Druck orientiert und dorthin – also an die Oberfläche – strebt. Anschließend wird das Gas in spezielle Aufbereitungswerke transportiert. Dort werden die zahlreichen Beimischungen, die das Gas noch enthält, entfernt, sodass am Schluss das reine Erdgas übrig bleibt.

4. Wofür wird Erdgas verwendet?

Erdgas ist ein fester Bestandteil unseres Alltags. Es wird vorrangig zum Kochen und Heizen verwen-det. Aber auch in der Stromerzeugung sowie als Kraftstoff (CNG) für Straßen-, Schienen- und Schifffahrtsverkehr hat es sich bewährt. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit ist die Herstellung von Lacken, Farben, Klebstoffen, Brennstoffzusätzen oder Essigsäure. Hierzu wird das Gas zu Methanol verarbeitet und diesen alltäglichen Stoffen hinzugefügt.

In Deutschland unterscheiden wir zudem zwischen H-Gas mit einer höheren Energiedichte und L-Gas mit einer geringeren Energiedichte. Bis 2030 sollen aber alle Versorgungsnetze auf H-Gas um-gestellt werden, da dieses einen höheren Methangehalt und folglich einen höheren Brennwert besitzt. Das spart dem Nutzer Heizkosten und bietet eine höhere Effizienz.

5. Warum ist Erdgas umweltfreundlicher?

Erdgas leistet einen wichtigen Beitrag zur Begrenzung von CO2-Emissionen und wird auch weiterhin eine große Rolle im Klimaschutz spielen. Es ist im Vergleich zu Kohle oder Öl besonders schadstoffarm und weist nur geringe Treibhausemissionen auf. Das liegt daran, dass diesem Gas keine Aromaten und so gut wie keinen Schwefel enthält. Dadurch entstehen bei der Verbrennung nur Wasser und Kohlendioxid – also das, was wir auch jeden Tag ein- und ausatmen. Im Vergleich zu Öl werden 25 %, bei Kohle sogar bis zu 35 % weniger Treibhausgase freigesetzt.

6. Warum eignet sich der Energieträger besonders als Kraftstoff für Autos?

Aufgrund der hevorragenden Verbrennungseigenschaften, eignet sich dieser Energieträger auch als Kraftstoff für Autos. Die Emissionswerte sind gegenüber Benzin und Diesel deutlich niedriger und auch finanziell lohnt sich die Umstellung für Autofahrer. Die Kraftstoff-Alternative stößt ca. 18 % weniger CO2 aus als Benzin und produziert weniger Stickstoffoxide und Feinstaub als Diesel. Im Geldbeutel merken Erdgasfahrer eine große Ersparnis, da die Kraftstoffkosten deutlich geringer sind als bei Benzin oder Diesel. Auch bezüglich der Verfügbarkeit hat Erdgas die Nase vorn. Die Ressourcen werden nach bisherigen Prognosen noch viele weitere Jahrzehnte zur Verfügung stehen. Außerdem steht mit Bio-Erdgas bereits ein regeneratives Pendant zur Verfügung. Dieses wird aus natürlichen Abfällen und landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen und ist somit nahezu unerschöpflich.

Fazit

Erdgas ist als regenerative Energieressource auf dem Vormarsch ist. Dieser Energieträger ist ideal, um Klimaschutz und Versorgungssicherheit zu vereinbaren. So können Sie persönlich auch einen erheblichen Beitrag leisten, um den Klimawandel den Kampf anzusagen. Auch wir bei PST purenergy sind überzeugt von Erdgas.